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Regelmäßige Vitalwert- und Blut-Checks: Deine Basis für ein starkes und gesundes Leben

Warum du deine Vitalwerte wirklich kennen solltest?

Wie gut kennst du eigentlich dein Material, deine Werkzeuge und Maschinen im Job? Wahrscheinlich in- und auswendig – denn das ist überall die Grundlage für professionelle Erfolge. Doch wie sieht es mit deinem eigenen Körper aus? Kennst du deinen Hämoglobinwert oder den Omega-3-Index? Genau hier setzen regelmäßige Vitalwert- und Blut-Checks an: Sie helfen dir dabei, den Zustand deiner „inneren Ausrüstung“ zu verstehen, rechtzeitig zu optimieren und wirklich gesund leistungsfähig zu bleiben.[1][2]

Ab wann machen Gesundheits-Checks Sinn – und wie oft?

Bereits im jungen Erwachsenenalter (ab 18) kannst du dich durchchecken lassen. Ab 35 Jahren steht dir alle drei Jahre ein Check-up über die gesetzliche Krankenversicherung zu. Leider umfasst dieser vor allem Basistests wie Cholesterin, Glukose und Urin – für ein tieferes Bild über deine Versorgung mit Vitalstoffen und Hormonen musst du selbst aktiv werden und gezielt nach zusätzlichen Laborwerten fragen.[3][1]

So fragst du clever nach erweiterten Laborwerten

Sich tiefgreifender testen zu lassen, erfordert etwas Eigeninitiative und ein gutes Gespräch mit deinem Arzt. Ein höflicher wie sachkundiger Satz wie: „Danke für den Check-up. Ich würde gern – aus eigenem Interesse und auf eigene Kosten – eine erweiterte laborchemische Diagnostik anstoßen, bei der ich auch aktiv mitarbeiten möchte. Können wir dazu ins Gespräch kommen?“ zeigt, dass du deine Verantwortung ernst nimmst – und öffnet Türen.[1][3]

Diese Werte solltest du kennen – dein jährlicher Vital-Check

Für echte Kontrolle über deine Gesundheit solltest du mindestens einmal pro Jahr folgende Werte bestimmen lassen, bei besonderen Risikofaktoren ggf. auch häufiger:[2][4]

  • Großes Blutbild inkl. Eisenspeicher (Ferritin), Vitamin B12 & Folsäure
  • Fettstoffwechsel: Lipidprofil (HDL, LDL, Triglyzeride, Lipoprotein a, Homocystein, ApoB, Omega-3-Index)
  • Leber- & Nierenwerte: GOT, GPT, GGT, Bilirubin, Kreatinin, Cystatin C, Harnstoff
  • Mineralstoffe & Spurenelemente: Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Zink, Selen, Kupfer im Vollblut
  • Vitamin D (25-OH)
  • Hormone: TSH, freies T3/T4, Testosteron

 
Gerade das große Blutbild, erweiterte Fettprofil, Schilddrüsenfunktion und Eisenspeicher lohnen sich als „Leistungsgrundlage“ in deinem Leben.[4][2]

Ideale Zielwerte – mit diesen Zahlen hast du dein Leben im Griff

ACHTUNG: Die folgenden Werte dienen nur als Anhaltspunkt. Klar: Labore nutzen häufig Referenzbereiche, die variieren, und jeder Mensch ist individuell. Viele Studien und Experten nennen jedoch folgende Orientierungswerte, bei denen ein Großteil der Menschen gesund und leistungsfähig bleibt:[5][2]

Sauerstofftransport/Eisenstoffwechsel

  • Hämoglobin: Männer > 16–18 g/dl / Frauen > 15–16 g/dl
  • Ferritin: > 100–150 µg/l
  • Transferrin-Sättigung: 20 – 45 %


Hormone

  • TSH: 0,27–4,2 µU/ml
  • Cortisol basal im Serum: <100 ng/m
  • Testosteron gesamt: >4 ng/ml
  • freies Testosteron: >100 ng/l


Blutfette und Lipidprofil

  • Gesamtcholesterin: < 180 mg/dl
  • LDL: < 130 mg/dl
  • HDL: > 50–60 mg/dl
  • Triglyzeride: <100 mg/dl
  • Homocystein: <10 µmol/l
  • Lipoprotein a: < 75 nmol/l
  • Omega-3-Index: 8 – 10 %


Zuckerstoffwechsel:

  • Nüchtern-Glukose: < 100 mg/dl
  • HbA1c ≤ 5,5%


Vitamine

  • Vitamin D (25-OH): 40–80 ng/ml
  • Vitamin B12: > 400 pg/nl
  • Folsäure: > 5 ng/ml


Entzündung und Inflammation

  • high sensitivity CRP: < 5 mg/l
  • Leukozyten: 4.000 – 10.000 Mikroliter

Diese Regularität gibt dir Sicherheit, hilft Über- und Unterversorgung zu vermeiden und zeigt dir, wo Nahrungsergänzungen oder Lifestyle-Anpassungen sinnvoll sind.[5][2][4]

Regelmäßige Check-ups: Dein Turbo für Prävention und Leistungsfähigkeit

Du gibst täglich dein Bestes – für Job, Familie und Freunde. Warum nicht auch für deinen „Motor“? Wer misst, weiß mehr: Du bekommst den Überblick über Schwachstellen oder Versorgungslücken, kannst gezielt nachsteuern und schaffst die Basis für mehr Energie, Resilienz und Lebensfreude.[6][3][1]

Bei Detailfragen oder für aktuelle klinische Richtlinien empfiehlt sich die Rücksprache mit einem erfahrenen Arzt oder Labor.


Quellen

1. Bundesgesundheitsministerium: Gesundheits-Check-up – Ablauf und Leistungen[1]

2. praktischarzt.de: Blutwerte – Bedeutungen & Normwerte (Tabelle)[2]

3. MSD Manuals: Laborwert-Referenzbereiche für Erwachsene[5]

4. Bestimmung Referenzbereiche – mediaTUM[4]

5. Stiftung Gesundheitswissen: Laborwerte verstehen[7]

6. Techniker Krankenkasse: Gesundheits-Check-up[3]

Für Vertiefung:
– Systematische Übersicht zu Laborwerten und Risikofaktoren: JAMA. 2019;322(24):2389–2399

– Omega-3-Index und Gesundheit: Harris WS et al., Progress in Lipid Research, 2009

– Optimaler Vitamin-D-Spiegel: Pludowski P et al., Nutrients, 2018

Verweise

[1] Gesundheits-Check-up | BMG https://www.bundesgesundheitsministerium.de/checkup.html

[2] Blutwerte: Bedeutungen & Normwerte (Tabelle) https://www.praktischarzt.de/untersuchungen/blutuntersuchung/blutwerte/

[3] Das passiert beim Gesundheits-Check-up https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/praevention-und-frueherkennung/gesundheits-check-up-2010258

[4] Bestimmung der Referenzbereiche für die … – mediaTUM https://mediatum.ub.tum.de/doc/1098823/1098823.pdf

[5] Normalwerte in der Labordiagnostik – Literatur https://www.msdmanuals.com/de/profi/literatur/normalwerte-in-der-labordiagnostik/normalwerte-in-der-labordiagnostik

[6] 44 Prozent messen mindestens vier Vitalwerte selbst https://www.healthcaremarketing.eu/_rubric/detail.php?rubric=M%EF%BF%BDrkte&nr=97914

[7] Laborwerte richtig verstehen https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/untersuchungsmethoden/laborwerte

[8] Viel mehr als nur Blutdruck- und Pulsmessen – Bibliomed Pflege https://www.bibliomed-pflege.de/sp/artikel/30003-viel-mehr-als-nur-blutdruck-und-pulsmessen

[9] Vitalzeichen messen » Vitalwerte • Anleitungen & Tipps https://www.pflege.de/pflegende-angehoerige/pflegewissen/vitalzeichen-messen/

[10] Überwachung des Intensivpatienten – PMC https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7531409/

[11] Kamerabasierte Messung von Vitalparametern mit … https://opendata.uni-halle.de/bitstream/1981185920/111854/1/Rapczynski_Michal_Dissertation_2023.pdf

[12] Pulsfrequenz: Normalwerte & Messmethoden https://www.cosinuss.com/de/messdaten/vitalparameter/pulsfrequenz/

[13] Randomisierte Studie unterschätzt Potenzial der Vorsorge- … https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/randomisierte-studie-unterschaetzt-potenzial-der-vorsorge-darmspiegelung

[14] Postoperatives „remote monitoring“ https://www.springermedizin.de/diagnostik-und-monitoring/anaesthesiologie/postoperatives-remote-monitoring/17420834

[15] Prävention Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen https://www.kbv.de/praxis/patientenversorgung/praevention
[16] Was sind Vitalwerte und wie werden sie gemessen? https://schlaganfallbegleitung.de/praevention/vitalwerte

[17] doch sind die Werte normal oder nicht? https://www.sysmex.de/fileadmin/media/f101/Xtra/Themenblaetter/13.1.03_Normalwerte_Literatur_von_Huber_Empfehlung_Sysmex.pdf

[18] Sozialer Status und Teilnahme am Gesundheits-Check-up … https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/1678/26I959yqz3Enc.pdf?sequence=1&isAllowed=y

[19] Medizinische Interpretationen von Labormessgrössen https://www.medica.ch/wp-content/uploads/medica_Medizinische_Interpretationen_2021.pdf

[20] Blutuntersuchung zur Früherkennung von … https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/blutuntersuchung-zur-frueherkennung-von-schilddruesenfunktionsstoerungen.html

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